Samstag, 22. Januar 2011

Musik hören, Musik verstehen, Musik machen!

In diesem Beitrag möchte ich von einigen persönlichen Erfahrungen und Meinungen zum Thema "Wie lerne ich ein Instrument?", "Wie komponiere ich?", "Wie kann ich Musik 'üben'?" berichten, da Einsteiger oft nicht wissen, wie sie im Bereich Musik effektiv vorankommen können. Ich denke nicht, dass es definierbar ist, ab wann man von sich selbst behaupten kann ,dass man ein Instrument beherrscht, ob nach 2 gespielten Tonleitern oder 20 Jahren Spielerfahrung. Ich selbst habe noch nicht sonderlich viel Erfahrung mit Eigenkompositionen und kann nicht unbedingt von mir sagen ,dass ich ein Instrument herausragend spielen und
verstehen kann ,aber ich denke trotzdem ,dass viele Einsteiger eine ungünstige Lerngrundlage wählen. Dies fängt schon beim Musik hören an. Bei Vielen ist der Musikhorizont überwiegend auf Mainstream-Musik beschränkt und diese ist oft sehr einseitig und mit dem Computer bearbeitet,verändert ,oder auch erstellt. Das soll nicht heißen ,dass diese Musik schlecht zum Lernen ist ,jedoch sollte man sich klar machen ,dass nicht jeder ,der gute Musik macht berühmt ist und nicht jeder ,der berühmt ist gute Musik macht. Möchte man ein Stück nun nachspielen ,wird oft zu Noten aus dem Internet gegriffen und die werden dann so ,wie sie dort stehen nachgespielt . Jedoch ist nicht nur wichtig ,was gespielt wird ,sondern auch ,wie es gespielt wird. Am meisten wird mir das immer klar ,wenn mein Gitarrenlehrer das gleiche Stück ,wie ich spielt ,aber das bei ihm viel besser klingt. Man muss einfach bewusster darauf achten ,wie ein Song präsentiert und interpretiert wird , dann kann man entweder versuchen ihn so originalgetreu ,wie möglich zu spielen ,oder einfach seine eigene Version daraus machen. Bevor man nun eigene Musik macht ,muss man Musik verstehen lernen ,durch Erfahrung ,oder theoretisches Wissen ,oder am besten durch beides. Man sollte ein Gefühl dafür entwickeln ,welchen Ton man wie erzeugen kann und sollte eine Grundkenntnis über Tonleitern und Harmonien besitzen. An diesem Punkt wird es Vielen leider etwas zu theoretisch und ich tu mich da auch noch oft etwas schwer,aber ,um Musik machen zu können muss man wissen wie. Natürlich gehts auch 'aus dem
Bauch heraus' ,doch da beschreibt folgende Aussage das Problem ganz gut :"Wenn man 100 Türen zur Auswahl hat ,ist es besser zu wissen ,welche von ihnen zum Ziel führen ,als hinter jeder erstmal nachschauen zu müssen" . Auch beim Lernen von Instrumenten braucht man eine gewisse Grundeinstellung. Wenn man mit einem Instrument anfängt ,sollte man es mit der Motivation tun irgendwann vom Spielen selbst motiviert zu werden,was am Anfang kaum geht ,weil man noch nicht sonderlich viel spielen kann. Anfänger verlieren oft schnell die Lust am Instrument ,weil sie keinen Spaß daran haben ,aber um zu diesem Spaß zu kommen muss erstmal Zeit und Konzentration ins Lernen gesteckt werden d.h. ,dass man das Instrument Schritt für Schritt ,auch ,wenn nicht jeder Schritt spektakulär ist, lernen sollte . Sind die Grundbausteine gelegt ,kann man anfangen spezielle Richtungen einzuschlagen und/oder Idolen nachzueifern. So... das war grob meine Meinung dazu ,wie man als Anfänger ins Thema Musik/Instrumente einsteigen könnte/sollte. Kritik ,Anregungen ,Erfahrungen , Ideen , Theorien und Meinungen sind erwünscht.
Ich hoffe das Thema des Beitrags passt zu dem Blog hier und wünsche allen ein erholsam kreatives und schönes Wochenende.
Liebe Grüße
Dennis

2 Kommentare:

  1. Hallo Dennis,
    vielen Dank für deinen interessanten Beitrag zu diesem wichtigen Thema, dem Einstieg.
    Ich hoffe, wir können in den nächste Tagen hier noch mehr von dir lesen, ich freue mich schon darauf.
    Nochmals Danke,
    Paul

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  2. Vorneweg fand auch ich diesen Beitrag sehr interessant.
    Ich denke allerdings weiterhin, dass gerade am Anfang der Entwicklung am Instrument ein enorm schmaler Grat zwischen Spaß und Theorie beschritten werden muss. Das typische Anfängeralter für aufstrebende E-Gitarristen ordne ich irgentwo zwischen 11 und 13 Jahren ein.
    In diesem Alter glaube ich nur eingeschränkt an die Methode, über das Erlernen der Theorie langsam zu einem "spaßigeren" Erlebnis zu finden, da die Theorie nun einmal ihrer Natur nach auf den ersten Blick wenig faszinierend erscheint und nicht jeder Musik mit intelektuellen Denkprozessen verbinden will/kann.
    Ich denke speziell in diesem Alter (ohne auszuschließen dass dies auch für ältere aber jung gebliebene gelten kann) sollte man sich eher durch die lockere Analyse eben jener von dir erwähnten Idole langsam an das Feld der Theorie "heranschleichen", statt einen Berg von ernüchternden Fakten über dem (noch) Lernwilligen aufzutürmen und ihn so (drastisch formuliert) musikalisch austrocknen zu lassen.
    Ich würde also dein Beispiel mit den Türen so erweitern: hinter jeder Tür die zum Ziel führt gibt es weitere Türen. Manche sind verschlossen und man kann sich den Kopf daran einrennen, denn sie öffnen sich nicht jedem. Zwischen allen Anderen kann frei gewählt werden.

    Hoffentlich war das jetzt nicht zu konfus...

    David

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